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Vorbildlicher Brandschutz in Braunschweig

Die Stadt Braunschweig betreibt in ihren öffentlichen Gebäuden konsequenten anlagentechnischen Brandschutz. Dazu gehört neben der Errichtung der entsprechenden Brandmeldetechnik auch deren Wartung. Die Braunschweiger Firma Schukon Brandschutz- und Sicherheitstechnik hat im Rahmen von Wartungsverträgen schon in 50 städtischen Liegenschaften die Rauchschalter von Feststellanlagen ausgetauscht. So auch in der Liegenschaft 00170 in der Essener Straße, die integrierte Gesamtschule, Grundschule und Ortsbücherei Querum unter ihrem Dach vereint.

19. Dezember 2016

Der Fachbereich Hochbau und Gebäudemanagement der Stadt Braunschweig plant und erstellt Gebäude und bewirtschaftet sie über ihren gesamten Lebens­zyklus. Diese umfassende Betreuung übernimmt der Fachbereich nicht nur für öffentliche Gebäude, son­dern auch für die Objekte externer Auftraggeber. Um das Management der Gebäude noch effizienter und transparenter zu gestalten, wurden die Zuständigkeiten für deren Planung und Errichtung jetzt ganz klar von den Zuständigkeiten für den laufenden Betrieb der Gebäude getrennt. Damit ist auch die Vergabe der Wartungsaufträge für brandschutztech­nische Anlagen jetzt in einer Hand.

Gesamtschule Querum

Meldertausch in 50 Liegenschaften 

Die Braunschweiger Firma Schukon Brandschutz- und Sicherheitstechnik, ein Unternehmen, das als kompetenter Servicepartner rund um den vorbeugen­den Brandschutz auftritt, hat auf Basis einer im Wett­bewerb durchgeführten Angebotseinholung den Auftrag erhalten, innerhalb des letzten Jahres in rund 50 städtischen Gebäuden, darunter vor allem Schulen und Kindertagesstätten, die Feuerschutztüren und Feststellanlagen zu warten. Wo erforderlich, wurden dabei auch die Rauchschalter, die im Brandfall auto­matisch das Schließen der Türen auslösen, ausgetauscht. „Wenn es dabei nur um einzelne Rauch­schalter geht, erledigen wir den Austausch gleich automatisch mit. Bei größeren Stückzahlen müssen wir natürlich zuerst den Betreiber informieren“, erläutert Geschäftsinhaber Florian Konefka.

Sturzmelder von Hekatron

Kooperation von Hekatron und Schukon

Bildung für alle unter einem Dach

Ein Objekt, bei dem Schukon erst kürzlich die War­tungsarbeiten durchgeführt hat, ist die Liegenschaft Nummer 00170 – ein Gebäudekomplex, der integ­rierte Gesamtschule, Grundschule und Ortsbücherei Querum und damit sozusagen Bildung und Erziehung für alle Altersstufen unter seinem Dach vereint. Die drei Institutionen haben voneinander getrennte Eingänge und jeweils verschiedene Adressen – es ist aber möglich, von einem Bereich in den anderen zu gelangen. Die Durchgänge, die die Bereiche miteinander verbinden, sind mit Brandschutztüren mit Feststellanla­gen versehen, die im Normalbetrieb ein ungehindertes Passieren erlauben, im Brandfall aber automatisch schließen. Insgesamt sieben solcher mit Feststellanlagen gesicherten Brandschutztüren von Geze und Dorma gibt es in dem Gebäude. Jede von ihnen ist seitens der Türen­hersteller standardmäßig mit zwei Deckenrauchschal­tern ORS 142 und einem in die Gleitschiene integrierten Raucherkennungsteil ORS 141 von Hekatron ausgestat­tet. Dazu kommen noch 86 selbstschließende Brand­schutztüren ohne Feststellanlagen im Keller und in ande­ren Bereichen, in denen der betriebliche Ablauf keine permanente Offenhaltung erfordert.

Auch diese einfa­cheren Brandschutztüren nehmen wir während der War­tungstermine in Augenschein und überprüfen, ob sie mechanisch einwandfrei sind und zuverlässig schließen.

Florian Konefka, Geschäftsinhaber Schukon Brandschutz- und Sicherheitstechnik

Im Handumdrehen ausgetauscht

Die Wartung der mit Feststellanlagen versehenen Türen umfasst dagegen ein paar Arbeitsgänge mehr. Unter anderem müssen bei diesen Türen die Rauchschalter in regelmäßigen Abständen ausgetauscht werden, um die sichere Funktion der Feststellanlage dauerhaft sicher­zustellen. Bei den Rauchschaltern im Schulgebäude beträgt der vom Hersteller Hekatron in Übereinstim­mung mit der DIN 14677 vorgegebene Tauschzyklus acht Jahre, da es sich um Melder mit Verschmutzungs­kompensation handelt. Der Austausch der Deckenmel­der ORS 142 gegen die speziell für diesen Zweck vorge­sehenen Austausch-Rauchschalter ORS 142 A ist denkbar einfach, wie Florian Konefka erklärt: „Mit einem Pflücker kann ich die Melder aus dem Bajonett­verschluss des Sockels herausdrehen und abziehen, ohne dass ich eine Leiter benutzen muss. Dann wird der neue Melder in den Sockel eingedreht und ist sofort betriebsbereit. Ich muss nur noch die Tür wieder öff­nen, da der Schließmechanismus während des Wech­sels ja keinen Strom hatte und sie deshalb nicht offengehalten hat.“ Dem gleichen achtjährigen Tauschzyklus wie bei den Deckenrauchschaltern folgend, tauscht Florian Konefka auch die Sturzmelder – oder genauer gesagt, die in den Gleitschienen installierten Raucher­kennungsteile ORS 141 – aus. Dazu wird die Platine mit dem Raucherkennungsteil herausgezogen und das neue Raucherkennungsteil mit Klickverschluss wieder in der Gleitschiene befestigt. In ein paar Schritten ist der Meldertausch vollzogen und die Funktionsfähigkeit der Feststellanlage für die nächsten acht Jahre sicher­gestellt. „Im Rahmen unserer Wartungsarbeiten haben wir zusätzlich Bestandsaufnahmen der in den einzelnen Schulen installierten Feststellanlagen und Feuerschutz­türen gemacht“, ergänzt Florian Konefka.

Damit hat die Stadt Braunschweig eine gute Grundlage, um zukünftig auch Wartungsverträge über mehrere Jahre zu vergeben und damit die Verwaltung weiter zu vereinfachen.

Florian Konefka, Geschäftsinhaber Schukon Brandschutz- und Sicherheitstechnik